Sicherheit & Gesundheit

Die Evidenz zeigt das Gegenteil. Portugal hat 2001 alle Drogen entkriminalisiert – der Konsum ist nicht gestiegen, bei Jugendlichen sogar gesunken. Die Niederlande haben trotz Coffeeshops niedrigere Cannabis-Konsumraten als viele Länder mit strikter Prohibition. Der Konsum hängt von sozialen Faktoren ab, nicht vom rechtlichen Status.

Quellen:

Die aktuelle Situation ist der schlechteste Jugendschutz: Dealer fragen nicht nach dem Ausweis. Ein regulierter Markt mit strenger Altersverifikation, kontrollierten Verkaufsstellen und ehrlicher Aufklärung schützt Jugendliche besser als ein Schwarzmarkt.

Wichtig zu wissen:

  • Dealer fragen nicht nach dem Ausweis – regulierte Verkaufsstellen schon.
  • Schulen können offen und ehrlich aufklären – mit klaren Fakten statt Verbotspolitik.
  • Jugendliche in den Niederlanden konsumieren weniger Cannabis als in Deutschland.

Sucht ist eine Krankheit, die von vielen Faktoren abhängt – Genetik, Trauma, soziale Situation. Der rechtliche Status ist nicht entscheidend. Aber: In einem regulierten System erreichen wir Betroffene früher, können Hilfe anbieten und Prävention finanzieren.

Die Schweiz macht es seit 1994. Schwer Abhängige bekommen pharmazeutisch reines Heroin unter ärztlicher Aufsicht. Ergebnis: Beschaffungskriminalität verschwunden, Gesundheit verbessert, soziale Integration möglich. Die Leute gehen arbeiten statt zu stehlen. Das Programm spart dem Staat Geld und rettet Leben. Das ist nicht verrückt – verrückt ist, was wir jetzt machen.

Das Schweizer Modell:

  • Seit 1994 in Betrieb
  • Über tausend Patienten in Behandlung
  • Deutliche Reduktion der Beschaffungskriminalität
  • Verbesserte soziale Integration

Kriminalität & Sicherheit

Im Gegenteil: Wir entziehen ihr die Geschäftsgrundlage. Prohibition ist das beste Förderprogramm für Kartelle – sie garantiert hohe Preise und Monopolgewinne. Regulierung zerstört dieses Modell. Die Polizei kann sich auf echte Kriminalität konzentrieren statt Konsumenten zu jagen.

"Man kann Kartelle nicht gleichzeitig bekämpfen und finanzieren."

Bei Alkohol und Tabak gibt es auch Schwarzmärkte – aber sie sind marginal. Warum? Weil der legale Markt bequemer, sicherer und qualitativ besser ist.

Beispiel Kanada:

Nach der Cannabis-Legalisierung 2018 ist der Schwarzmarktanteil laut Statistics Canada kontinuierlich gesunken.

Gesellschaft & Moral

Wir senden ein ehrliches Signal: Drogen sind riskant, deshalb kontrollieren wir sie. Das ist glaubwürdiger als die aktuelle Heuchelei, bei der Alkohol und Tabak – die gefährlichsten Drogen – legal sind, während andere verboten bleiben. Jugendliche durchschauen Widersprüche. Ehrliche Aufklärung wirkt besser als Verbotspropaganda.

Der Vergleich mit Tabak:

Tabak ist legal, aber gesellschaftlich geächtet. Raucherquoten sinken seit Jahrzehnten – durch Aufklärung, nicht Verbote.

Umsetzung

Regulierung macht sich selbst bezahlt. Aktuell fließen €31+ Milliarden jährlich an Kartelle – ohne Qualitätskontrolle, ohne Steuereinnahmen. Mit Regulierung aller Drogen: Steuereinnahmen für Prävention, Therapie und Aufklärung. Erste Erfahrungen mit legalen Märkten zeigen: Schwarzmarktanteile sinken, Steuereinnahmen steigen.

Heute: Schwarzmarkt

  • €31+ Mrd. jährlich an Kartelle
  • Keine Qualitätskontrolle, keine Steuereinnahmen

Reguliertes System

  • Steuereinnahmen: Milliarden €
  • Therapie: Günstiger als Haft

Es gibt funktionierende Modelle: Portugal seit 2001, Schweizer Heroinprogramm seit 1994, kanadische Cannabis-Legalisierung seit 2018. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden – wir können von Erfahrungen lernen.

Funktionierende Modelle:

  • 🇵🇹 Portugal: Entkriminalisierung seit 2001
  • 🇨🇭 Schweiz: Heroinprogramm seit 1994
  • 🇳🇱 Niederlande: Coffeeshops seit 1976
  • 🇨🇦 Kanada: Cannabis-Legalisierung seit 2018

Kritische Einwände

Der Staat ist bereits im Drogengeschäft – er verkauft Alkohol und Tabak, die zusammen über 200.000 Tote pro Jahr in der EU verursachen. Die Frage ist nicht ob der Staat Drogen reguliert, sondern welche. Aktuell überlässt er die gefährlichsten Substanzen Kartellen, die keine Qualitätskontrolle, keinen Jugendschutz und keine Hilfsangebote kennen. Regulierung ist nicht "Drogendealer spielen" – es ist Verantwortung übernehmen statt wegschauen.

Richtig: Drogen sind gefährlich. Aber Menschen konsumieren sie trotzdem – 87 Millionen Europäer haben es getan. Die Frage ist: Treffen sie auf unbekannte Potenzen und Beimischungen auf der Straße – oder erhalten sie pharmazeutisch reine Substanzen mit ärztlicher Begleitung? 2021 starben in der EU 6.166 Menschen an Drogentodesfällen; Risiken entstehen durch Opioide, Mehrfachkonsum, schwankende Potenzen und Verunreinigungen. Regulierung reduziert diese Risiken durch Standards und Beratung.

Polizeigewerkschaften und Sicherheitsbehörden haben ein institutionelles Interesse am Status quo: Budgets, Stellen, Befugnisse hängen vom "Krieg gegen Drogen" ab. Das ist kein Vorwurf – es ist systemische Logik. Aber Polizisten an der Basis sagen oft das Gegenteil: Sie sind frustriert, immer dieselben Kleinkonsumenten zu jagen, während echte Kriminalität unbearbeitet bleibt. Fragen Sie Beamte, nicht Funktionäre.

Noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns. Wir antworten auf alle ernsthaften Anfragen.

Kontakt →