Europas Blutgeld
Jeder Euro für illegales Kokain finanziert Mord in Kolumbien. Jeder Euro für illegales Heroin finanziert Taliban in Afghanistan. Europäische Konsumenten bezahlen Kartelle – ob sie wollen oder nicht.
Die unbequeme Wahrheit
Europa konsumiert, Lateinamerika und Afrika bezahlen den Preis. Kartelle destabilisieren ganze Regionen, korrumpieren Institutionen, morden für Marktanteile. Diese Gewalt wird durch europäische Nachfrage finanziert. Prohibition macht uns zu unfreiwilligen Sponsoren von Terrror und Elend.
Der Geldfluss
🇪🇺 Geschätzt €30+ Mrd.
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Europäischer Drogenmarkt
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Kartellgewinne
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INEGI homicide statistics · Global Organized Crime Index (Mexico) · UNODC Crop Monitoring · CBP drug seizure statistics
Was Regulierung global verändert
Kartelle entmachten
Regulierter Verkauf in Europa bedeutet: Kartelle verlieren den europäischen Markt an legale, besteuerte Verkaufsstellen. Ihr Geschäftsmodell kollabiert – wie bei der Alkoholprohibition, als mit der Legalisierung Al Capones Imperium verschwand.
Als die USA 1933 die Alkoholprohibition beendeten, kollabierte Al Capones Imperium innerhalb von Monaten. Die Gewalt in Chicago sank dramatisch.
Gewalt stoppen
Tausende Tote pro Jahr in Mexiko, Kolumbien, Honduras durch Drogengewalt (Justice in Mexico, Global Initiative). Europäischer Konsum finanziert diese Gewalt. Regulierung entzieht die Einnahmequelle.
In Mexiko werden jährlich über 30.000 Tötungsdelikte registriert; organisierte Kriminalität trägt wesentlich dazu bei.
Faire Lieferketten
Legale Produktion bedeutet: Arbeitsrechte, Umweltstandards, faire Löhne. Statt Zwangsarbeit und Kindersoldaten.
Illegale Kokainproduktion treibt großflächige Entwaldung in Kolumbien; Chemikalien belasten Flüsse und Grundwasser.
Ehrliche Politik
Entweder wir bekämpfen Kartelle – oder wir finanzieren sie. Beides gleichzeitig ist Heuchelei. Regulierung ist die einzige ehrliche Position.
Kartelle nutzen Zwangsarbeit für Produktion und Transport. Frauen und Kinder werden in Produktionsgebieten ausgebeutet.
Betroffene Regionen
Lateinamerika
Mexiko, Kolumbien, Peru, Bolivien – Kartellgewalt, Korruption, Umweltzerstörung
Westafrika
Guinea-Bissau, Ghana, Nigeria – Transitrouten, Staatskorruption, Destabilisierung
Südostasien
Myanmar, Laos, Thailand – Goldenes Dreieck, Konfliktfinanzierung, Menschenhandel
Es geht nicht darum, ihre Probleme zu lösen – sondern darum, sie nicht zu verursachen. Ohne europäische Nachfrage gäbe es keinen Anreiz für diese Gewalt. Das Prinzip kennen wir von Konfliktmineralien und fairem Handel: Konsumenten tragen Mitverantwortung für ihre Lieferketten.
Der Drogenkrieg als geopolitisches Instrument
Der "Krieg gegen Drogen" dient seit Jahrzehnten auch als Instrument westlicher Außenpolitik – mit verheerenden Folgen für den Globalen Süden.
Destabilisierung als Strategie
- Militärhilfe an korrupte Regierungen zur "Drogenbekämpfung"
- Einsätze ausländischer Sicherheitskräfte (DEA, Militärberater)
- Vernichtung von Ernten zerstört bäuerliche Existenzen
- Schwache Staaten bleiben von westlicher "Hilfe" abhängig
Wer profitiert vom Status Quo?
- Gefängnisindustrie & private Haftanstalten
- Militär- und Rüstungsunternehmen
- Polizeigewerkschaften & Sicherheitsapparat
- Pharmaindustrie (gegen legale Alternativen)
"Der Drogenkrieg war nie dazu gedacht, gewonnen zu werden. Er war dazu gedacht, geführt zu werden."
— Kritik der Drogenprohibition
Die internationale Drogenkontrolle wurde maßgeblich von den USA geprägt – oft gegen den Widerstand anderer Nationen. Das "Single Convention on Narcotic Drugs" von 1961 und nachfolgende UN-Konventionen zwangen Länder weltweit in ein Prohibitionsregime, das lokale Traditionen ignorierte und westliche Interessen priorisierte. Länder, die sich weigerten, riskierten Sanktionen und den Ausschluss von Handelsabkommen.
Transnational Institute - Drug Policy · Human Rights Watch - Drug Policy · IDPC - INCB Watch
Eine alternative Zukunft
Stellen Sie sich vor: Legale, kontrollierte Produktion unter fairen Bedingungen.
Heute: Illegaler Markt
- Gewalt und Korruption
- Umweltzerstörung
- Keine Arbeitsrechte
- Keine Steuern
- Keine Qualitätskontrolle
Morgen: Regulierter Markt
- Legale Wirtschaft
- Umweltstandards
- Faire Arbeitsbedingungen
- Steuereinnahmen
- Pharmazeutische Qualität
Handeln Sie jetzt
Unterstützen Sie Petitionen für eine verantwortungsvolle Drogenpolitik in Europa.